Mehr Personal für Flüchtlings- und Migrationsberatung
Sie sind hier: Aktuelles / News » Mehr Personal für Flüchtlings- und Migrationsberatung

Mehr Personal für Flüchtlings- und Migrationsberatung

DRK will Qualität und schnellere Abläufe sichern

Sie stammen aus Syrien, aus Afghanistan, vom Balkan, aus Eritrea oder Somalia. Mehr als 2.000 Flüchtlinge kommen derzeit täglich allein nach Nordrhein-Westfalen (NRW). Der dramatische Anstieg in Bielefeld ankommender Flüchtlinge lässt Behörden, Hilfsorganisationen und Freiwillige zunehmend am Limit arbeiten. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat daher in den vergangenen Wochen begonnen, seine personellen Kapazitäten im Bereich der Migrations- und Flüchtlingsberatung in erheblichem Umfang auszuweiten.

Das DRK sieht sich aufgrund seines Selbstverständnisses in die Pflicht genommen. „Wir haben dringenden Handlungsbedarf gesehen“, erklärt Michael Beimdiek. Es sei wichtig, unter Einsatz eigener Mittel diesen Menschen in existentiellen Notlagen zur Seite zu stehen, so der Geschäftsführer der DRK Soziale Dienste OWL. "Wir brauchen viel mehr Beratung der Menschen, um ihnen einen guten Start zu ermöglichen“. Seit Anfang September hat das DRK daher seine personellen Kapazitäten um fünf halbe Stellen aufgestockt. Darüber hinaus werde man das Potential der Mitarbeiter bündeln, um Prozesse qualitativ hochwertig und noch effektiver zu gestalten.

Im so geschaffenen „Kompetenzzentrum“ kümmern sich Fachberater um Flüchtlinge und andere Menschen mit Migrationshintergrund. Unterstützung im Asylverfahren in der Erstaufnahmeeinrichtung, rechtliche Beratung zugewiesener Flüchtlinge und Beratungs- und Vermittlungsleistungen in der Kommunikation mit Ärzten, Anwälten und Behörden für erwachsene Migranten bilden einen Großteil dieser Arbeit. „Für Flüchtlings- und Migrationsberatung sind Profis nötig“, macht Beimdiek deutlich. Nur Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten verfügten über die erforderliche Kompetenz in Fach- und Rechtsfragen.

 
Eine von ihnen ist Tatjana Trembatsch, Migrationsberaterin beim DRK. Sie ist froh, dass durch die zusätzlichen Stellen das Angebot für die Betroffenen verbessert wird. „Viele der Menschen, die Deutschland nach unglaublichen Strapazen und menschenverachtenden Umständen erreichen, brauchen eine fürsorgende und zugleich erfahrene Unterstützung“. Angelika Riedrich, DRK Sachgebietsleiterin Sozialarbeit, ergänzt: “Das DRK verfügt – auch aufgrund seiner zahlreichen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter - über beides und kann dies in kompetenter Art und Weise einbringen“.

Weitere Informationen

Tatjana Trembatsch, Telefon 0521 – 32 98 98 37

 

Foto DRK Komepetenzteam Flüchtl. u. Migr. Berat. 09 2015: Team vergrößert: Angelika Riedrich (hinten, von links), Tatjana Trembatsch und Michael Beimdiek begrüßen Tatjana Elert, Lena-Mareike Myritz, Lütfiyde Polat und Hatice Gümüs als neue Migrations- und Flüchtlingsberaterinnen.

1. Oktober 2015 10:14 Uhr. Alter: 3 Jahre