Los geht´s in Bullerbü
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Los geht´s in Bullerbü

Seit Anfang Juni ziehen die ersten Kinder in die DRK Kita ein

Eröffnet: Erik Brücher, Geschäftsführer DRK Kinder-, Jugend- und Familiendienste in OWL (von links), Angelika Riedrich, DRK Fachberaterin Kita und Hanne Holtkamp, Kita-Leiterin, präsentieren Außenbereich und Neubau der Kita Bullerbü.

Nach nur neun Monaten Bauzeit darf in der neuen DRK Kita Bullerbü endlich gelacht, gespielt und getobt werden. Seit Anfang Juni füllt sich die Einrichtung, die auf dem Gelände der ehemaligen Adolf-Reichwein-Schule an der Travestraße errichtet wurde, mit Leben. Als erste zogen 12 Kinder aus dem AWO-Sozialzentrum am Senner Hellweg ein. Und die staunten nicht schlecht ob der großzügigen Räumlichkeiten und des neuen Inventars inklusive Spielzeug. Ab August wird die 1,8 Millionen teure Kindertagesstätte, die Platz für rund 70 Jungen und Mädchen  bietet, voll belegt sein. Die Kita Bullerbü ist die neunte Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), davon die dritte Einrichtung in Sennestadt. Träger ist die DRK Kinder-, Jugend- und Familiendienste in OWL (KiJuFa).

Noch ist kein Alltag in der Kita eingekehrt, die Abläufe müssen sich noch einspielen. Ein paar Kisten stehen noch herum, die hellen Wände sind noch ohne Bilder. In den ersten Tagen nach dem Einzug hat das 11-köpfige Team rund um Kita-Leiterin Hanne Holtkamp daher alle Hände voll zu tun. Möbel mussten aufgestellt, die Gruppenräume mit Spielmaterialien ausgestattet werden. „Für die Kinder ist alles neu und spannend“, sagt Holtkamp. Sie packten auch schon einmal mit an, wenn ein neuer Karton mit Spielzeug ausgepackt wird. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, sich ihr neues Umfeld zu erobern.

Auf 700 Quadratmeter bieten sich ihnen zahlreiche Anreize zum Spielen und Lernen. Bewegung wird in der Einrichtung groß geschrieben. Sogar die modernen Möbel kommen alle auf Rollen daher und können als Module immer wieder neu zusammengestellt werden. In den hellen, lichtdurchfluteten Räumen sind immer wieder grüne Farbakzente gesetzt: Sitzkissen, Bobbycars, Sofas, Geschirr. Passend zum Schwerpunkt der Einrichtung, die sich das Thema Gesundheit auf die Fahnen geschrieben hat.

Im Erdgeschoss sind die Kinder der „Erdgruppe“ im Alter von unter drei Jahren sowie der „Wassergruppe“ im Alter von zwei bis sechs Jahren untergebracht. Zu jedem Gruppengeraum gehören jeweils zwei Nebenräume, die teilweise als Schlafräume genutzt werden.  Zudem findet man hier das Kinderbistro, die Küche und einen Kinderbad mit Wickeltisch. Ein Differenzierungsraum kann multifunktional genutzt werden, beispielsweise zur Frühförderung oder für Elterngespräche. Neben einem Fahrstuhl führt eine breite Treppe ins erste Obergeschoss. Dort sind die älteren Kinder der „Luftgruppe“ und der „Lichtgruppe“ untergebracht. Darüber hinaus findet man hier die Turnhalle, einen Sanitärbereich, das Büro und den Mitarbeiterraum.

Alle Räume sind gleichzeitig als Funktionsbereiche konzipiert. Sie wurden speziell eingerichtet und mit passendem Spielmaterial ausgestattet. „Die Kinder können je nach Interesse und Motivation frei zwischen verschiedenen Angeboten wählen“, erläutert Holtkamp das Konzept. Die Luftgruppe hält neben einem Licht- und einem Wasserexperimentiertisch allerlei Zubehör wie Becherlupen oder Pipetten für kleine Forscher bereit. In den Räumen der Lichtgruppe können die Kinder malen, basteln, backen oder ein Bad in der Lichtdusche nehmen. Innerhalb des 12-köpfigen pädagogischen Teams gibt es dabei Spezialisten für jeden Fachbereich.     

Das 1.850 Quadratmeter große, naturbelassene Außengelände ist ein wahres Spielparadies. Neben einem Sand-Wasser-Matschbereich sorgen dort eine Nestschaukel, ein Kletterturm, Fußballtore, ein Bobbycarparcours und Baumstämme zum Balancieren für Spaß an der Bewegung im Freien. Zudem wurden Wildblumenwiesen und ein kleiner Obstgarten mit Sträuchern angelegt. In der großen Küche soll frisch gekocht werden, „auch mit Früchten, die wir mit den Kindern in unserem Kitagärtchen geerntet haben“, sagt Holtkamp, die gerne im Herbst Kartoffeln anpflanzen möchte.

Für die Zukunft wünscht sich die 50-jährige, „dass die Kita Teil des Stadtteils wird“. Das Interesse in der Nachbarschaft sei schon während der Bauarbeiten groß gewesen. Es gebe schon erste Angebote, als Vorlesepaten aktiv zu werden. Auch die Rückmeldungen von den Eltern seien durchweg positiv. „Ein Vater hat die Adolf-Reichwein-Schule besucht“, erzählt Holtkamp mit Blick auf den Schuttberg, der von dem Gebäude übriggeblieben ist. „Dass seine Kinder diese Einrichtung besuchen dürfen, habe ihn dafür entschädigt, dass diese abgerissen wurde“.

14. Juni 2016 09:15 Uhr. Alter: 3 Jahre