Vorfahrt für E-Autos im DRK Pflegedienst in Sennestadt
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Vorfahrt für E-Autos im DRK Pflegedienst in Sennestadt

Kooperation mit electrify GmbH ausgebaut

Strom tanken in Sennestadt: Alexander Belinger (stellvertretende Pflegedienstleitung), Marc Jünger (Prokurist Electrify) und Michael Beimdiek (Geschäftsführer DRK Soziale Dienste). (Foto: Silke Kröger)

Ein neues Elektroauto fährt ab sofort auf den Straßen von Bielefeld-Sennestadt zu den Einsätzen der Häuslichen Pflegestation des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).  Wenn der stellvertretende Pflegedienstleiter Alexander Belinger von dem neuen Elektroauto erzählt, ist ihm die Begeisterung anzumerken. Spritzig, elegant und leise – so beschreibt er den Automatik-Wagen, der statt an die Zapfsäule alle 300 Kilometer an die Steckdose muss.

Der Elektroflitzer hat sich schon nach kurzer Zeit zum Liebling der Pflegekräfte gemausert. „Das Fahren macht einfach Spaß“, schwärmt Belinger. „Leise Motorengeräusche, kein Kupplung treten, keine Gänge einlegen“, zählt er die Vorteile auf. Zudem ziehe der Wagen auch bei geringen Geschwindigkeiten richtig gut. Denn der Elektromotor decke stufenlos die gesamte Bandbreite bis etwa 130 Stundenkilometer ab.

In der Häuslichen Pflegestation in Bielefeld-Sennestadt werden täglich Klienten mit pflegerischem Unterstützungsbedarf betreut und versorgt. Auch die Klienten interessieren sich für das neue Fahrzeug und schauen aus dem Fenster, wenn das Auto vor der Haustür parkt. Es ist ein echter Hingucker in Sennestadt.

Das Elektroauto gehört zu einem Fuhrpark von insgesamt 32 Elektroautos, den das DRK Soziale Dienste OWL seit 2012 kontinuierlich ausbaut. „Zu Beginn wussten wir nicht, wie lange die Batterien halten und ob die Autos überhaupt zu uns passen“, erzählt DRK Geschäftsführer Michael Beimdiek. Mittlerweile steht fest: „Die Erfahrungen mit der Elektromobilität übertreffen unsere Erwartungen deutlich“. Für einen Pflegedienst, der kurze und gut planbare Touren fahre, seien E-Autos ideal, so Beimdiek weiter. Deshalb soll, was in Sennestadt heute schon umgesetzt wird, zukünftig für die gesamte 130 Fahrzeuge umfassende Pflegeflotte der DRK Soziale Dienste OWL gelten: Die möchte Beimdiek nach und nach vollständig auf E-Fahrzeuge umstellen.

Das freut auch Marc Jünger, Prokurist der 2016 von Robert Tönnies gegründeten „electrify GmbH“. „Mit Partnern wie dem DRK leisten wir einen wertvollen Beitrag, um die Elektromobilität in Ostwestfalen voranzutreiben“. Von den Verantwortlichen in der Automobilindustrie wünscht er sich: „Nicht nur reden, sondern machen“.

Deutlichen Nachholbedarf sieht man beim DRK beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dank der neuen, leistungsfähigeren 41-KWh-Akkus der Renault Zoe müssen die Mitarbeiter keine Sorge haben, dass dem E-Auto unterwegs der Saft ausgeht. Die Fahrzeuge können in einer Zeit von unter vier Stunden mit den Schnellladesäulen am DRK Standort in der Altmühlstrasse vollständig aufgeladen werden. „Damit tragen wir zur Schonung unserer Ressourcen sowie zur Reduzierung von Luftverschmutzung und Lärmbelästigung bei“, sagt Beimdiek.

„Wirtschaftlicher sind Elektroautos allemal“, rechnet Beimdiek vor. Unterhalt und Wartung seien rund 20 bis 30 Prozent günstiger als bei Autos mit Verbrennungsmotoren. Fast noch wichtiger aber ist die Akzeptanz: „Unsere Mitarbeiter fahren einfach gerne damit“.

 

Weitere Informationen:

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28. Dezember 2017 16:59 Uhr. Alter: 347 Tage