Nina Schrade neue DRK Pflegedienstleiterin
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Nina Schrade neue DRK Pflegedienstleiterin

Mobil mit erstem Elektro-Pflegeauto

Jetzt auch mit Stromantrieb unterwegs: DRK Pflegedienstleiterin Nina Schrade (von links), Ursula Engelking (2. Vorsitzende DRK Ortsverein) und DRK Geschäftsführer Michael Beimdiek stellen das erste Elektroauto in der Fahrzeugflotte des DRK Pflegedienstes vor.

Seit Mitte September hat der Ambulante Pflegedienst des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Versmold eine neue Pflegedienstleiterin. Nina Schrade will frischen Wind in den Pflegedienst bringen und sieht ihre Aufgabe als "eine neue Herausforderung". Die gebürtige Münsteranerin absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Kinderpflegerin und unterstützte Familien mit behinderten Angehörigen, bevor sie die Altenpflege für sich als „Herzensangelegenheit“ entdeckte. Nach ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin war sie sieben Jahre in der Intensivpflege tätig, davon sechs Jahre als Teamleiterin.

Jetzt leitet die 32-Jährige nach gerade abgeschlossener nebenberuflicher Ausbildung zur Pflegedienstleiterin ein vierköpfiges Team gut ausgebildeter examinierter Pflegefachkräfte mit jahrelanger Berufserfahrung. „Wir sind klein und können unseren Klienten Bezugspflege ohne ständig wechselnde Ansprechpartner garantieren“, beschreibt Schrade das aus ihrer Sicht besondere Merkmal des jüngsten Versmolder Pflegedienstes. Zudem vertiefte sie die Kooperation mit dem DRK Ortsverein. "Wir vermitteln innerhalb des DRK viel an die Kollegen und bieten so ein tolles Rundum-Paket an", sagt auch dessen zweite Vorsitzende Ursula Engelking. Als gemeinsame Veranstaltungen für 2017 verweist er auf den ersten Versmolder Pflegetag des Pflegebündnisses am 11. März im Rathaus und das 25-jährige Jubiläum der Seniorentagesstätte am 10. September.

Besonders stolz ist Schrade auf den jüngsten Nachwuchs des Pflegedienstes: Seit Anfang des Jahres sind sie und ihre Mitarbeiter mit einem Elektroauto auf Versmolds Straßen unterwegs.

Der E1 der Modellreihe Peugot Ion hat sich schon nach kurzer Zeit zum Liebling des Pflegekräfte gemausert. „Das Fahren macht einfach Spaß“, schwärmt Schrade. „Keine Motorengeräusche, kein Kupplung treten, keine Gänge einlegen“, zählt sie die Vorteile auf. Zudem ziehe der Wagen auch bei geringen Geschwindigkeiten richtig gut. Denn der Elektromotor decke stufenlos die gesamte Bandbreite bis etwa 120 Stundenkilometer ab.

Das Fahrzeug gehört zu einem Fuhrpark von 17 Elektroautos, die das DRK Soziale Dienste OWL seit 2012 kontinuierlich ausbaut. „Zu Beginn wussten wir nicht, wie lange die Batterien halten und ob die Autos überhaupt zu uns passen“, erzählt Geschäftsführer Michael Beimdiek. Mittlerweile steht fest: „Für Pflegedienste wie uns sind Elektroautos ideal“. Die Pflegekräfte führen kurze und gut planbare Touren. „Auch zwischen den Schichtenkann das Auto aufgeladen werden“, sagt Beimdiek. Zurzeit sei dies aber nicht nötig, da es noch überwiegend für hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen, also Fahrten mit den Klienten zum Einkaufen oder zum Arzt genutzt werde.

Für Pflegeeinsätze in Versmolds ländlicher Umgebung sieht Schrade den Einsatz des Elektroautos noch etwas skeptisch: „Es gibt bisher viel zu wenig Ladesäulen“. Die Reichweite variiert je nach Topografie und Fahrstil, maximal 90 Kilometer fahren die Pflegekräfte, bis das Fahrzeug beim benachbarten DRK Ortsverein wieder an die Steckdose muss. „Da dürfen die Touren nicht zu weit gehen“. Wirtschaftlicher sind Elektroautos aber allemal, rechnet Beimdiek vor: „Unterhalt und Wartung sind rund 30 Prozent niedriger als bei Autos mit Verbrennungsmotoren“.

Weitere Informationen

Nina Schrade, Telefon 05423 – 37 87 878

20. Februar 2017 08:44 Uhr. Alter: 1 Jahre