Paro macht Station in Spenge
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Paro macht Station in Spenge

Teamleitung Elzbieta Kraft und Violetta Jaskulski stellvertretende Pflegedienstleitung freuen sich mit Marianne über den neuen Mitbewohner - Roboter-Robbe Paro

Paro ist eine Roboter-Robbe, die seit ca. einer Woche in der Wohngruppe in Spenge wohnt. Paro ist 57 cm lang, wiegt ca. 2,7 Kg und ist von einem flauschigen Fell umgeben. Ihr Inneres steckt voller Technik. Eine Vielzahl an Sensoren ermöglichen es ihr, dass sie sich bewegen kann, einen echten Tag- und Nachtrhythmus hat, Licht und Dunkelheit erkennen kann, Temperatur ermittelt, die Anzahl der Streicheleinheiten fühlen kann und erkennen kann aus welcher Richtung Geräusche kommen. Sie versteht ihren Namen, Grüße und auch Lob, erinnert sich an ihren sozialen Umgang, passt sich an und imitiert die reale Stimme einer Baby-Robbe.

Paro wird  zur Therapiezwecken in den Wohngruppen (WG)  für demenziell erkrankte Menschen eingesetzt. Auch Marianne (Name geändert) ist Bewohnerin der WG in Spenge und hat sich bereits nach kurzer Zeit mit dem Robben-Baby angefreundet.

„Bereits 2013 haben wir eine erste Roboter-Robbe für unsere Einrichtungen erworben“ sagt DRK Geschäftsführer Michael Beimdiek. Der Roboter hat im Umgang mit den demenziell erkrankten Menschen in unseren WGs überzeugt, so Beimdiek weiter. Seither wird PARO in den WGs des DRK eingesetzt. Sie verweilt immer eine gewisse Zeit in einer WG und wird dann zu einer nächsten WG weitergegeben, nach einem rotierenden System.  

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass mit Hilfe von PARO Menschen mit demenziellen und neurologischen Erkrankungen in der Pflege und Betreuung unterstützt, aktiviert und beruhigt werden können“ sagt Tanja Probst, Wohngruppenkoordinatorin beim DRK. Auch zu zurückhaltenden und ängstlichen Personen kann PARO einen Zugang schaffen und sie sanft unterstützen. Die therapeutische Robbe vermittelt Sicherheit und Wohlbefinden, ruft angenehme Erinnerungen hervor und trägt zur Entspannung und Freude bei, so Probst weiter. PARO kann die Sinne anregen, Aufmerksamkeit bündeln, Nähe schaffen und so eine Brücke zu den Senioren bauen. Die Robbe ist ein fester Bestandteil bei der Pflege und Betreuung in den Einrichtungen des DRK.

Weitere Informationen:

Caprice Schulz und Violetta Jaskulski, Telefon 05221 – 27 50 120

7. September 2017 13:25 Uhr. Alter: 47 Tage