Robbe Paro zu Gast beim Japanischen Filmfestival in Düsseldorf
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Robbe Paro zu Gast beim Japanischen Filmfestival in Düsseldorf

Seit fünf Jahren wird die Roboter-Robbe Paro in den Wohngruppen für dementiell erkrankte Menschen der DRK Sozialen Dienste OWL (DRK) eingesetzt. Jetzt war Paro zum ersten Mal auf Einladung des Japanischen Generalkonsulats zu Gast beim Japanischen Filmfestival EYES ON JAPAN in Düsseldorf. Dieses wurde in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln veranstaltet.

Pflegedienstleiterin Nadine Salmann (rechts) aus Sennestadt ist begeistert, dass die Bewohner der DRK-Demenzgruppe auf die Roboter-Robbe so positiv reagieren. Lieselotte Küster freut sich über die Abwechslung.

Zur Eröffnung der Filmtage wurde ein aktueller japanischer Spielfilm gezeigt, der die Pflege älterer, teilweise dementer Menschen und die Begegnung zwischen Alt und Jung behandelt. Aufgrund der zunehmend älter werdenden Bevölkerung in Japan handelt es sich um ein aktuelles Thema, das auch für Deutschland immer wichtiger wird. Aktuell gelten bei uns  rund 2,9 Millionen Menschen als pflegebedürftig, davon leiden etwa 1,6 Millionen an einer kognitiven Erkrankung wie zum Beispiel einer Demenz. Speziell für die Therapie solcher Krankheitsbilder wurde die Kuscheltier-Robbe in Japan entwickelt und erfreut sich bei den Bewohnern in den DRK Wohngruppen größter Beliebtheit.

Paros 2,7 Kilogramm schwerer und 57 Zentimeter langer Körper ist über und über mit Sensoren bedeckt. Diese ermöglichen es ihm, auf Berührungen mit einem Quietschen und Schnurren zu reagieren, die Augen zu öffnen und sich zu bewegen. Bei den Bewohnern werden dadurch angenehme Emotionen hervorgerufen.

„Die Robbe kann ein Schlüssel sein, um Menschen mit einer Demenz aus ihrer Isolierung herauszuholen“, weiß DRK Geschäftsführer Michael Beimdiek. Deswegen besucht Paro nach und nach alle DRK Wohngruppen, um die Betreuung der Bewohner zu unterstützen. „Menschen mit demenziellen und neurologischen Erkrankungen können mithilfe von Paro in der Pflege und Betreuung unterstützt, aktiviert und beruhigt werden“, ergänzt DRK Wohngruppenkoordinatorin Tanja Probst. Ersetzen könne Paro die menschliche Interaktion nicht, so Probst. „Aber sie eröffnet Wege, miteinander ins Gespräch zu kommen“.

Weitere Informationen

Tanja Probst, Telefon 0521 – 32 98 98 104

 

 

29. Januar 2018 08:19 Uhr. Alter: 267 Tage