27.900 Euro für DRK Demenz-Wohngruppe
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27.900 Euro für DRK Demenz-Wohngruppe

Stiftung Wohlfahrtspflege NRW fördert

Haben sich im Eingangsbereich zum Gemeinschaftsraum der WG aufgestellt, der mit Fördermitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege bezuschusst wird: Johannes Granas (v. l.), Franz Westhoff (beide DRK Ortsverein Rheda-Wiedenbrück), DRK Geschäftsführerin Simone Hagemann, DRK Vorstand Dennis Schwoch, Landtagspräsident André Kuper, DRK Geschäftsführerin Ilka Mähler und Stiftungsvorstand Norbert Killewald.

„Die Zahl der Menschen, die von Demenz betroffen sind, wird immer größer“, sagt Killewald. Der vorhandene Wohnraum und dessen Ausstattung entsprächen in der Regel nicht den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen. „Deswegen freuen wir uns, dass das DRK hier ein entsprechendes Angebot einrichtet“. Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW finanziert sich aus Gewinnen, die die nordrhein-westfälischen Spielbanken erwirtschaften. „Damit unterstützt sie wichtige soziale Projekte in Nordrhein-Westfalen“, erklärt Kuper. Der Landtag sei mit vielen Abgeordneten im Stiftungsrat vertreten. Dort wird über die Verwendung der Mittel - einzelfallbezogen für jedes Projekt - entschieden. Der Fördermittelantrag des DRK überzeugte das Gremium. „Unsere älter werdende Gesellschaft braucht solche Angebote“, betont der Landtagspräsident.

Bis zu 12 Demenzkranke können in der rund 580 Quadratmeter großen WG zusammenleben. „Wir bieten hier den Menschen die Möglichkeit, auch mit Demenz in einem normalen häuslichen Umfeld wie in einer Großfamilie zu wohnen“, sagt DRK Geschäftsführerin Ilka Mähler. Die zwischen 22 und 29 Quadratmeter großen barrierefreien Appartements mit eigenem Bad ermöglichen es, sich für ein wenig Ruhe zurückzuziehen. Sie teilen sich auf zwei weitläufige, lichtdurchflutete Wohnflure auf, deren Mitte der Gemeinschaftraum mit großer Wohnküche bildet. „Das ist das Herzstück unserer Wohngruppe“, erklärt Mähler.  „Sobald die Menschen aus ihren Zimmern treten, sind sie mitten im Leben“. Deswegen sei auch die Förderung durch die Stiftung so wichtig. „Dank der großen Unterstützung gelingt es uns, hier ein gemütliches Ambiente zu schaffen, in dem sich die Bewohner*innen wohl und zu Hause fühlen können“. Für weitere Wohnlichkeit sorgen eine große Terrasse und der angrenzende Sinnesgarten. 

Betreuungs- und Pflegekräfte des DRK begleiten die Demenzerkrankten rund um die Uhr. Regelmäßig wiederkehrende Termine zum Kochen und Essen sowie Angebote wie Basteln, Gymnastik oder Gedächtnistraining bestimmen den Tag. „Es ist uns wichtig, feste Strukturen in den Tag zu bringen“, sagt Martina Brune, DRK Fachbereichsleiterin Pflege. „Wir ermuntern die Bewohner dazu, sich aktiv einzubringen. Das fördert die Selbständigkeit und hilft, Kompetenzen zu erhalten“.

Die Erfahrung zeigt: Die Gemeinschaft tut gut und hält insgesamt länger fit. Angehörige sind gern gesehene Besucher in der Wohngruppe. „Da wir die Pflege- und Betreuungsaufgaben übernehmen, haben Familienmitglieder mehr Zeit für persönliche Zuwendung und gemeinsame Aktivitäten“, weiß Brune. Auch ein Gästezimmer stehe zur Verfügung.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) lädt Interessierte Donnerstag, 10. Oktober von 15.00 bis 17.30 Uhr, und am Samstag, 12. Oktober von 10 bis 12 Uhr, zu Tagen der offenen Tür ein. Besucher können die Räume besichtigen und sich über das Wohngruppenkonzept informieren. Weitere Informationen erteilt Martina Brune unter Telefon 05241- 70 82 82 oder E-Mail an martina.brune@drk-sozial.de .

4. Oktober 2019 11:44 Uhr. Alter: 72 Tage